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NWB Nr. 12 vom Seite 843

Stolperfallen bei den anschaffungsnahen Herstellungskosten eines Vermietungsobjekts

Potenzielle Fehlerrisiken bei der Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG

Prof. Dr. Siegfried Grotherr

[i]Teschke/Kraft in Kanzler/Kraft/ Bäuml/Marx/Hechtner/Geserich, EStG, 8. Aufl. 2023, § 6 Rz. 87 ff., NWB MAAAJ-28155 Das Problem der anschaffungsnahen Herstellungskosten gem. § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG bei Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Erwerb eines künftigen Vermietungsobjekts hat so manchem Steuerpflichtigen und seinem Berater schon schlaflose Nächte bereitet. Die Alternativen „Sofortabzug“ und „Gebäudeabschreibung“ (Abschreibungsdauer meist über 50 Jahre, bei nach dem fertiggestellten Wohngebäuden 33 Jahre) stehen nicht selten auf Messers Schneide. Das liegt u. a. an den Auslegungsmöglichkeiten für die unbestimmten [i]Ronig, Erhaltungsaufwand und Herstellungsaufwand bei Baumaßnahmen, Grundlagen, NWB NAAAE-31472 Rechtsbegriffe in der Vorschrift, an der starren 15 %-Grenze, der Dreijahresfrist und weiteren künftigen Entwicklungen, die der Steuerpflichtige nicht immer im Griff hat. Viele Detailprobleme kommen zusammen und die Furcht ist groß, dass die prüfende Finanzbehörde den Steuerpflichtigen auf eine andere maßgebliche Rechtslage hinweist, so dass der erhoffte Sofortabzug nicht eintritt. Es überrascht deshalb nicht, dass das Thema „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ regelmäßig bei steuerlichen Außenprüfungen einen Prüfungsschwerpunkt bildet. Grund genug, sich dem Thema einmal zusammenfassend zu widmen, um mögl...