Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
StuB Nr. 3 vom Seite 107

Offshore-Outsourcing und Steuerrecht – Ein Überblick

von RA Holger Klafs, Frankfurt/M.
Die Kernfragen:
  • Was versteht man unter „Offshore-Outsourcing”?

  • Welche Outsourcing-Standorte kommen in Betracht und was ist bei der Standortwahl zu beachten?

  • Welche steuerlichen Bereiche sind zu beachten und was sind potenzielle Fallstricke?

I. Einführung

Zunehmender Kostendruck in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verleitet immer mehr Unternehmen dazu, Aufgaben und Unternehmensbereiche ins Ausland zu verlagern und so nicht nur in den Vorteil günstiger Arbeitskräfte zu gelangen, sondern auch häufig in den Genuss hochqualifizierter Expertise, wie sie beispielsweise im IT-Bereich in Indien zu finden ist. Diese Verlagerung einer Aufgabe ins Ausland wird unter dem Begriff Offshore-Outsourcing erfasst. Offshore-Outsourcing kann in vielerlei Gestalt geschehen. In Betracht kommen folgende Modelle:

  • Ein Unternehmen in Deutschland betraut einen Dienstleister im Ausland mit der Wahrnehmung bestimmter Aufgaben für das Unternehmen, z. B. der Verwaltung und Optimierung der IT-Umgebung des Unternehmens.

  • Ein im Ausland gelegenes Tochterunternehmen nimmt stellvertretend für alle Unternehmen eines internationalen Konzerns bestimmte Aufgaben wahr. Interessant ist dieses Modell aus steuerlicher Sicht insbeson...