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StuB Nr. 9 vom Seite 394

Der Einfluss von Steuern auf die Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenskaufs

Prof. Dr. Reinhard Heyd, Geislingen/Ulm und Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Dirk Prohaska, Weil der Stadt
Die Kernfragen:
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen der steuerlichen Behandlung eines Unternehmenskaufs, insbesondere der Besteuerung des Kaufpreises, und der Gestaltung dieser Gegenleistung durch die Vertragsparteien?

  • Welche Faktoren sind für die steuerliche Behandlung eines Unternehmenskaufs und der dabei zu leistenden Kaufpreiszahlung im Einzelfall entscheidend?

  • Gibt es eine aus steuerlicher Sicht generell vorteilhafte Gestaltungsform von Unternehmenskäufen?

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Einflussnahme steuerlicher Rahmenbedingungen auf die Höhe und Ausgestaltung der Gegenleistung bei Unternehmenskäufen. Dabei werden zunächst einige grundlegende Überlegungen getätigt, bevor anschließend die Behandlung von Unternehmenskäufen im deutschen Steuersystem dargestellt wird.

I. Zusammenhang von Steuern und Gegenleistung

Die Entscheidung zum Abschluss eines Unternehmenskaufvertrags ist aus Sicht beider Vertragsparteien zunächst eine unternehmerische Entscheidung und nicht vorrangig steuerlich motiviert. Die Ausgestaltung des Unternehmenskaufvertrags und insbesondere der Gegenleistung für die Übereignung des Unternehmens ist jedoch sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer ohne d...