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StuB Nr. 19 vom Seite 933

Zur Informationsqualität der Lageberichterstattung in deutschen Geschäftsberichten

– Branchenangaben, Risikobericht, Prognosebericht –

Prof. Dr. Karlheinz Küting und Dipl.-Kfm. Matthias Heiden, beide Saarbrücken
Die Kernfragen:
  • Wie hat sich die Informationsqualität von Branchenangaben und Prognoseberichten deutscher Konzerne entwickelt?

  • Welche Auswirkungen hatten das KonTraG und der DRS 5 auf die Risikoberichterstattung in deutschen Geschäftsberichten?

  • Welchen Einfluss hat die angewandte Rechnungslegung auf die Informationsqualität der Lageberichterstattung?

I. Einleitung

Die Reformbestrebungen des Gesetzgebers haben auch den Lagebericht erfasst, der bereits durch das KonTraG deutlich aufgewertet wurde. Grundsätzlich soll der Lagebericht Jahresabschlussinformationen verdichten und diese in zeitlicher und sachlicher Hinsicht ergänzen. Ziel ist es, im Rahmen der Rechenschaftslegung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft darzustellen. Aufgrund der an Bedeutung gewinnenden prognostischen Bestandteile ist zutreffender von einer Informationsvermittlungsaufgabe zu sprechen. Fasst man die Anforderungen der §§ 289, 315 HGB zusammen, ergeben sich die in Übersicht 1 gezeigten notwendigen Lageberichtsinhalte. Durch das an einen befreienden Konzernabschluss gem. § 292a HGB zu stellende Gleichwertigkeitskriterium ist der Lagebericht auch verpflichtender Be...