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IWB Nr. 20 vom Seite 959 Fach 3 Deutschland Gr. 2 Seite 1211

Beteiligungs- oder Gesellschafterfremdfinanzierung einer ausländischen Tochtergesellschaft unter steuerlichen Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

von Prof. Dr. Siegfried Grotherr, Hamburg

Mit der Einführung des Halbeinkünfteverfahrens (§ 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. d EStG) bzw. der Beteiligungsertragsbefreiung (§ 8b Abs. 1 KStG) durch das Steuersenkungsgesetz vom (BGBl I 2000, S. 1433) und einigen Folgeänderungen hat sich die deutsche Besteuerung der Gewinnausschüttungen von ausländischen Kapitalgesellschaften grundlegend geändert. Vor diesem Hintergrund ist die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Beteiligungs- oder Gesellschafterfremdfinanzierung einer ausländischen Tochtergesellschaft (Kapitalgesellschaft) als unternehmerische Entscheidungsalternative erneut zu überprüfen. Dem inländischen Anteilseigner einer ausländischen Tochtergesellschaft steht es im Regelfall in einem gewissen Umfang frei, die für Investitionszwecke benötigten Finanzmittel in Form von Beteiligungskapital (Eigenkapital, Einlagenfinanzierung) oder in Form von Fremdkapital (z. B. Gesellschafterdarlehen) zuzuführen, soweit die Mittelaufnahme nicht durch die ausländische Tochtergesellschaft erfolgen soll oder durch diese mangels Kreditsicherheiten nicht möglich ist. Das Entgelt für das zur Verfügung gestellte Beteiligungskapital sind die laufenden Gewinnausschüttungen (Dividenden), das Entgelt für das zur Verfügung ges...