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PiR Nr. 9 vom Seite 176

Tarifeffekte bei der Steuerlatenzrechnung nach IFRS

Dipl.-Ök. Jens Freiberg

I. Einleitung

Nach IFRS sind temporäre Differenzen zwischen dem IFRS- oder Steuerbilanzansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld als Steuerlatenzposten zu erfassen. Aus einer bilanz-orientierten Sicht ( temporary concept) dient die Latenzrechnung zunächst der zutreffenden Erfassung zukünftiger Steuerbe- oder -entlastungen.

Diese Steuerwirkungen sind durch zwei Faktoren bestimmt:

  • die Höhe der temporären Differenz und

  • die Höhe des Steuersatzes bei deren Auflösung.

Steuersatzänderungen können sich aus Steuergesetzen, aber auch durch den Wechsel des Steuerstatus (z. B. von Personengesellschaft zur Kapitalgesellschaft) ergeben. S. 177

II. Änderungen des gesetzlichen Steuersatzes

Die bilanzorientierte Berücksichtigung der Differenzen zwischen dem IFRS- und Steuerbilanzansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld erfordert eine Neubewertung zu jedem Periodenende. Bewertungsmaßstab für die Steuerlatenzposten sind (gem. der liability-Methode) die mutmaßlichen künftigen Steuersätze, die für den Zeitpunkt der Umkehrung der Differenzen erwartet werden (IAS 12.47). Aufgrund der Unsicherheit der zukünftigen Steuergesetzgebung ist i. d. R. auf die am Bilanzstichtag ...

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