Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
BBB Nr. 12 vom Seite 372

Bilanzmanipulation erkennen und vermeiden

13 Praxisfälle, die für Sie und den Mandanten strafrechtliche Konsequenzen haben können

von RA Prof. Dr. Jens M. Schmittmann, Essen

Als Steuerberater sind Sie für den Mandanten erster Ansprechpartner in allen Fragen von Buchhaltung, Rechnungswesen und Jahresabschluss. Daraus ergeben sich nicht nur Chancen, Beratungsbedarf und damit Honorar zu generieren, sondern auch Risiken. Der folgende Beitrag beschreibt zunächst das Phänomen der Bilanzmanipulation und veranschaulicht dann anhand von Praxisbeispielen die einzelnen Tathandlungen, die das Gesetz unter Strafe stellt. Das Verständnis dieser Fallgruppen sowie das praktische Instrumentarium, diese zu erkennen, ermöglicht es Ihnen als Steuerberater, den Mandanten und letztlich sich selbst vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen. Wie diese im Einzelnen aussehen kann, wird in der folgenden BBB-Ausgabe erläutert.

I. Bilanzmanipulation im Blickpunkt der Öffentlichkeit

In Deutschland haben schillernde Firmennamen wie Schneider, Procedo/Balsam, Phenomedia, Comroad und Flowtex über Wochen die Schlagzeilen der Tagespresse gefüllt. In den USA standen Firmennamen wie Enron, WorldCom und Merck Pharma im Mittelpunkt des Interesses. In Italien erregt das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Parmalat-Konzerns nach wie vor erhebliches Aufsehen. Darüber hinaus ist die Strafs...