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PiR Nr. 4 vom Seite 97

Ertragsrealisation bei Sale-and-lease-back-Gestaltungen aus Sicht der Umsatzsteuer

Rückschlüsse auf das Bilanzrecht?

Dipl.-Volksw. Philipp Unkelbach
Kernaussagen
  • Die erstmalige umsatzsteuerliche Rechtsprechung des BFH zum sale and finance lease back kann m. E. analog auf die Bilanzierung nach HGB/EStG übertragen werden. Eine geballte Hebung der stillen Reserven ist demnach nicht bzw. nicht mehr möglich, vielmehr ist eine Umqualifizierung in eine Darlehensgewährung mit Sicherungsübereignung vorzunehmen.

  • Diese Beurteilung stimmt mit IAS 17 grundlegend überein, allerdings verläuft dort die Methodik der Ertragsneutralisierung über die zeitliche Abgrenzung gegenläufiger Aufwands- und Ertragsposten. In SIC 27 findet sich hingegen eine gänzliche Übereinstimmung zum BFH-Urteil.

  • Das EuGH-Urteil zur Umsatzsteuer eröffnet die Frage der Behandlung rein bilanzpolitisch motivierter Transaktionen. Nach IFRS ist fallbezogen insbesondere die Einschlägigkeit von SIC 27 zu prüfen, nach HGB ist der noch nicht verabschiedete IDW ERS HFA 13 n. F. bilanzierungsrelevant.

Sale-and-lease-back-Gestaltungen erfreuen sich in der Praxis großer Beliebtheit . Vom klassischen Leasing unterscheidet es sich durch die Doppelstellung der Parteien . Das Wirtschaftsgut wird in einem ersten Schritt vom rechtliche...

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