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FG Münster 15.06.2007 5 K 1992/03 U, NWB direkt 29/2007 S. 2

Gestaltungsmissbrauch bei Grundstückserwerb

Der Erwerber eines Grundstücks erlangt trotz Option zur Umsatzsteuer durch den Grundstücksverkäufer wegen Gestaltungsmissbrauch keinen Vorsteueranspruch, wenn bereits bei Abschluss des Kaufvertrags außerhalb der notariellen Urkunde vereinbart war, dass der Verkäufer zur Umsatzsteuer optieren wird, der im Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis den Bruttokaufpreis darstellt, der Erwerber bereits mit Abschluss des Kaufvertrags einen Anspruch auf Rechnungserteilung erlangt hat und sich aus den Gesamtumständen ergibt, dass der Erwerber die Anforderung von Rechnungen mit gesondertem USt-Ausweis bewusst mit dem Ziel verzögert hat, um ein Auseinanderfallen seines Vorsteueranspruchs mit einer nicht mehr realisierbaren USt-Schuld beim Verkäufer zu erreichen.