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BBK Nr. 12 vom Seite 633 Fach 27 Seite 2334

Anwendung summarischer Methoden in der elektronischen Betriebsprüfung

Teil 2: Aufdeckung von Steuerverkürzungen

Andreas Wähnert

Der effektivste Einsatzbereich summarischer Methoden in der Außenprüfung liegt in der Risikoeinschätzung zur Bestimmung der weiteren Prüfungsnotwendigkeit und der angemessenen Prüfungstiefe, wie in BBK 11/2008 F. 27 S. 2325, NWB JAAAC-80496, dargestellt. Darüber hinaus ist die kombinierte Anwendung dieser Methoden gut geeignet, selbst kalkulatorisch geglättete Verkürzungsfälle aufzudecken. Die Offenlegung betriebswirtschaftlicher und stochastischer Unschlüssigkeiten ohne nachweisbare Erklärungen liefert nach kurzer Zeit ein Verprobungsergebnis, das die Glaubwürdigkeit der Unterlagen widerlegt – mit der Folge der Schätzungsnotwendigkeit nach § 162 AO. Der vorliegende Beitrag stellt die Anwendung summarischer Methoden in einem Verkürzungsfall vor.

I. Betriebswirtschaftliche Prüfung eines Verkürzungsfalls

Für die Darstellung der Anwendung summarischer Methoden auf einen Verkürzungsfall dient ein langjährig ansässiger, erfolgreicher Dönerimbiss als Beispiel.

Es soll zunächst anhand der monatlichen Gegenüberstellung des Wareneinkaufs mit den Umsätzen ( Monatswarenzeitreihe) die grundsätzliche betriebswirtschaftliche Schlüssigkeit des Aufzeichnungswerks untersucht werde...