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NWB Nr. 12 vom Seite 965

Auf Gastspielverträge im Veranstaltungsgeschäft ist der Regelsteuersatz anwendbar

Jens Michow

BMF-Schreiben v. 9. 2. 2011

[i]Kein ermäßigter Steuersatz mehr, aber ÜbergangsregelungNach Auskunft des BMF findet § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG auf die Umsätze von Gastspielgeschäften keine Anwendung. Dies teilte das BMF nach Erörterung mit den obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder mit Schreiben v. NWB ZAAAD-74849 dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv), dem Wirtschaftsverband der deutschen Tournee- und Konzertveranstalter, mit. Soweit allerdings bis zum der ermäßigte Steuersatz angewandt wird, werde dies nicht beanstandet.

Vertragsgestaltungen bei der Zusammenarbeit von Veranstaltern und Künstlern

Die Auskunft ist für die gesamte Veranstaltungsbranche von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung, da die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf Gastspielverträge in der Veranstaltungsbranche bisher uneingeschränkt übliche Praxis war. Für die Zusammenarbeit von Veranstaltern mit Künstlern sind zwei Konstruktionen denkbar: S. 966

  • [i]Unmittelbarer VertragDer unmittelbare Vertrag zwischen Künstler und Veranstalter, an dem als „Mittler” regelmäßig eine Vermittlungs- oder Künstleragentur beteiligt ist. Sie tritt regelmäßig als Stellvertreterin des Künstlers auf und begründet dabei den Vertrag mit dem Veranstalter im Namen des Künstlers, also im fre...