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NWB-EV Nr. 3 vom Seite 92

Vermögensverschiebungen zwischen Ehegatten

Ausgestaltung und Nutzung des ehelichen Güterstands in der Erbschaft- und Schenkungsteuer

Elke Volland

Immer noch bestehen insbesondere bei Eheleuten, bei denen einer der Ehegatten Unternehmensvermögen hat, Vorbehalte hinsichtlich des gesetzlichen Güterstands der Zugewinngemeinschaft. Viele bevorzugen den aus steuerlicher Sicht ungünstigen Güterstand der Gütertrennung. Dabei ist meist nicht bekannt, dass die Zugewinngemeinschaft dem Grunde nach eine besondere Form der Gütertrennung darstellt, da auch bei der Zugewinngemeinschaft die Vermögensmassen der Eheleute zivilrechtlich getrennt bleiben. Die meist als nachteilig empfundenen Folgen der Zugewinngemeinschaft, insbesondere der Zugewinnausgleich im Fall der Scheidung, können durch vertragliche Gestaltung verhindert und dennoch kann von den steuerlichen Vorteilen, die die Zugewinngemeinschaft bietet, profitiert werden. In diesem Fall spricht man von der Vereinbarung der sog. „modifizierten Zugewinngemeinschaft“. In vielen Eheverträgen wird der Zugewinnausgleich zu Lebzeiten beider Ehegatten pauschal ausgeschlossen und nur für den Fall des Todes eines Ehegatten angeordnet. Dies ist eine unvorteilhafte Gestaltung, da in diesem Fall zu Lebzeiten bei intakter Ehe keine Möglichkeit besteht, die Steuerfreih...