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BFH 11.11.2014 I R 53/13, StuB 8/2015 S. 315

Ermittlung des in die Kapitalrücklage einzustellenden Vorteils der nicht marktüblichen Anleiheverzinsung

(1) Es wird an der BFH-Rechtsprechung ( NWB AAAAB-74671, BStBl 2008 II S. 809 = StuB 2006 S. 111 NWB PAAAB-77498; NWB HAAAB-76202, BFH/NV 2006 S. 616) festgehalten, wonach bei der Ausgabe von Optionsanleihen vereinnahmte Aufgelder bereits zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht nur handelsrechtlich nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB als Kapitalrücklagen auszuweisen, sondern auch steuerrechtlich als Einlage anzusetzen sind. Das gilt sowohl für offene als auch für verdeckte Aufgelder in Form einer unter dem Kapitalmarktzins liegenden Verzinsung. (2) Diese Rechtsprechung (vgl. unter (1)) gilt entsprechend auch für Wandelanleihen, bei denen dem Gläubiger im Wege der Ersetzungsbefugnis das Recht eingeräumt wird, unter Aufgabe seines Forderungsrechts Aktionär zu werden. (3) Wenn das Umtauschrecht auf Aktienbezug während der Laufzeit de...