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NWB-EV Nr. 11 vom Seite 389

Bond-Stripping: Aufteilung von Bundesanleihen und Veräußerung der Zero-Bonds

Behandlung unter der Abgeltungsteuer und Einsatzgebiete

Dr. Eike Cornelius und Synke Loleit

Bestimmte Bundesanleihen können einem sogenannten Bond-Stripping unterzogen werden, bei dem das Wertpapier aufgeteilt wird in Nullkupon-Anleihen (Zero-Bonds) für den Rückzahlungsanspruch und für die einzelnen Zinszahlungen. Die verselbständigten Forderungen haben standardisierte Wertpapierkennnummern und können nunmehr unabhängig vom Schicksal der anderen Bestandteile einzeln gehandelt werden. Vor allem institutionelle Investoren, aber auch Privatanleger nutzen diese Möglichkeit, um bestimmte Zahlungsprofile zu erreichen und Zinsrisiken besser zu managen. Die steuerliche Behandlung der einzelnen Wertpapiere ermöglicht es, gezielt und nach Bedarf Gewinne und Verluste unabhängig voneinander zu realisieren. Ein praktischer Anwendungsfall war es, die drohende Entwertung von sog. Altverlusten zum Ende des Jahres 2013 zu vermeiden. In jüngster Zeit wird die bisherige Ansicht von Finanzverwaltung und Praxis zur Behandlung der Anschaffungskosten hinterfragt. Der nachfolgende Beitrag untersucht, ob die Kritik berechtigte Ansatzpunkte hat und welche Konsequenzen eine solche Sichtweise haben würde.

Kernaussagen
  • Privatanleger können stripbare Bundesanleihen steuerneut...