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NWB direkt Nr. 15 vom Seite 355

Veräußerungsgeschäfte bei vermögensverwaltenden Immobiliengesellschaften

Philipp Windeknecht

[i]Ausführlicher Beitrag s. NWB AAAAF-70197 Obwohl vermögensverwaltende Immobiliengesellschaften aus der Beraterpraxis nicht mehr wegzudenken sind, fristen sie sowohl im Schrifttum als auch in der Rechtsprechung ein Dasein als „Exoten“ (Früchtl/Prokscha, DStZ 2010 S. 595, 596). Bereits vor 20 Jahren führte die Besteuerung von privaten Veräußerungsgeschäften im Zusammenhang mit Immobiliengesellschaften zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen der Rechtsprechung und der Finanzverwaltung, die der Gesetzgeber nur unzureichend in Form des § 23 Abs. 1 Satz 4 EStG gelöst hat (Mißbrauchsbekämpfungs- und Steuerbereinigungsgesetz vom , BGBl 1993 I S. 2310). Mit Urteil vom - IX R 10/15 NWB BAAAF-66764 lässt der BFH erneut eine Möglichkeit verstreichen, die rechtliche Bewertung von sog. Mischfällen i. S. des § 23 Abs. 1 Satz 4 EStG höchstrichterlich zu klären. Umstritten ist, ob diese den Tatbestand des privaten Veräußerungsgeschäfts erfüllen.

Ausführlicher Beitrag s. .

Mischfälle – Zwei Varianten

Mischfälle können in zwei Varianten auftreten:

  • In der ersten Variante schafft die Immobiliengesellschaft ein Grundstück an und ein Gesellschafter veräußert seine Beteiligung innerhalb der nächsten zehn Jahre nach Anschaffung des Grundstücks.

  • In der zweiten Vari...