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NWB EV 2/2017 S. 42

Gewerblicher Grundstückshandel – Für die Beurteilung als „Objekt“ ist wirtschaftliche Einheit, nicht Grundbuchstand maßgeblich (FG)

Johannes Hofele

Das FG Düsseldorf stellt für die Frage, was ein „Objekt“ im Sinne der „Drei-Objekt-Grenze“ ist, auf die Verkehrsauffassung ab.

Sachverhalt (vereinfacht): Ein Ehepaar erwarb innerhalb von ca. 15 Monaten drei bebaute Grundstücke als Miteigentümer zu Bruchteilen. Auf dem Grundstück 1 standen vier zusammenhängende Mehrfamilienhäuser (MFH) sowie 31 Garagen, auf dem Grundstück 2 neun freistehende MFH und auf dem Grundstück 3 ein – sehr großes – MFH. Ca. 15 Monate nach dem letzten Erwerb veräußerte das Ehepaar alles an einen Erwerber. Das Finanzamt beurteilte die Eheleute als GbR, zählte die einzelnen Häuser als „Objekte“ und nahm gewerblichen Grundstückshandel an. Die Steuerpflichtigen meinten, sie hätten nur drei Grundstücke verkauft.

Das Finanzgerich...
BStBl 2005 II S. 35