Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
NWB-EV Nr. 5 vom Seite 167

Aktuelle Anforderungen an Patientenverfügungen

Handlungsempfehlungen für die Beratungspraxis

Holger Bodmann

Die Vorsorgevollmacht ist das Bindeglied zwischen selbstbestimmtem Handeln und verantwortlicher Fremdbestimmung (Bodmann, NWB-EV 2/2013 S. 67). Diese Aussage gilt in noch viel stärkerem Maße für die Patientenverfügung, da dieses Gestaltungsmittel zur Regelung der „letzten Dinge“ nicht nur ein Bindeglied zwischen Selbst- und Fremdbestimmung ist, sondern die Umsetzung selbstbestimmten Willens in einer Lebensphase sicherstellen soll, in der dieser Wille vom Betroffenen selbst nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden kann. Bei der Formulierung von Patientenverfügungen ist daher allergrößte Sorgfalt geboten; die bloß schematische Übernahme von vorformulierten Textbausteinen kann schnell zu unerwünschten Folgen führen.

Kernaussagen
  • Zentraler Bestandteil einer wirksamen Patientenverfügung ist die konkrete, auf die individuelle Willenslage des Verfügenden abgestimmte Formulierung des Patientenwillens. Allgemeine und formelhafte Formulierungen führen zur Unwirksamkeit der Verfügung; bereits in Kraft gesetzte Verfügungen sind unter diesem Gesichtspunkt zu prüfen und neu zu formulieren.

  • Die Beratung in diesen finalen Lebensfragen und Lebensentscheidungen ist ...