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BFH 29.11.2017 I R 58/15, IWB 8/2018 S. 290

BFH | Betriebsstättenzurechnung und Abgeltungswirkung bei einer gewerblich geprägten KG im Nicht-DBA-Fall

(1) Eine nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich geprägte (inländische) KG vermittelt ihren (ausländischen) Gesellschaftern eine Betriebsstätte i. S. von § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG i. V. mit § 2 Nr. 1 KStG; die Abgeltungswirkung für den Kapitalertragsteuerabzug (§ 32 Abs. 1 Nr. 2 KStG) ist insoweit ausgeschlossen. (2) Übt der Gesellschafter einer solchen KG im Ausland eine (weitere) eigene unternehmerische Tätigkeit aus, bedarf es der Überprüfung, ob die Wirtschaftsgüter des Gesamthandsvermögens der inländischen Betriebsstätte der KG oder der durch die eigene Tätigkeit des Gesellschafters begründeten ausländischen Betriebsstätte zuzuordnen sind. Maßstab hierfür ist das S. 291Veranlassungsprinzip. Dies gilt auch bei Sitz/Ansässigkeit der Gesellschafter in einem Staat, mit dem kein DBA abgeschlossen worden ist.

Hinweis:

Im [i]Vorliegen einer inländischen Betriebsstätte wird allein nach § 12 AO entschiedenStreit war die Frage, ob Gewinnauss...