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NWB Nr. 7 vom Fach 3 Seite 7269

Steuerliche Behandlung von Geschäften an der Deutschen Terminbörse (DTB)

von RA StB vBP Holger Häuselmann und Assessor Thomas Wiesenbart, Frankfurt am Main

Geltungsbereich: Bundesgebiet einschl. Berlin (West).

I. DTB-Optionsgeschäfte

1. Funktionsweise

Einen Optionshandel auf Aktien gibt es an deutschen Börsen bereits seit 1970, zuletzt in insgesamt etwa 70 Werten. Das DTB- Optionsgeschäft ist zunächst auf 14 deutsche Aktien (BASF, Bayer, BMW, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Hoechst, Mannesmann, Siemens, Thyssen, Veba, VW und Allianz) beschränkt. Auf diese Werte entfiel bereits bisher der Großteil des Handels.

Die bekannten Prinzipien des Optionshandels ändern sich an der DTB nur geringfügig. Bei der DTB-Option auf Aktien erwirbt der Optionskäufer das Recht, eine bestimmte Menge Aktien zu einem bestimmten Preis (Basis- oder Ausübungspreis) innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Kaufoption oder call) oder diese zu verkaufen (Verkaufsoption oder put). Der Verkäufer einer DTB- Option, der sog. Stillhalter, erhält für die von ihm eingegangene Verpflichtung, bei Ausübung der Option Aktien zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, als Gegenleistung die Optionsprämie bzw. den Optionspreis.

An der DTB lautet ein Optionskontrakt über 50 Aktien; es we...