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BFH 04.03.2020 II R 2/17, StuB 15/2020 S. 609

Grunderwerbsteuer | Widerruf einer Schenkung als der Grunderwerbsteuer unterliegender Erwerbsvorgang

(1) § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG knüpft die Steuerpflicht an ein Rechtsgeschäft und nicht an die tatsächliche Vereinigung der Gesellschaftsanteile in einer Hand. (2) Ein Widerruf kann ein Rechtsgeschäft i. S. des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG sein, wenn das Recht zum Widerruf in einem schuldrechtlichen Geschäft angelegt ist. (3) Eine natürliche Person ist gegenüber den Weisungen eines Unternehmers in Bezug auf Gesellschaftsanteile verpflichtet i. S. des § 1 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. a GrEStG a. F., wenn sie rechtlich zur Herausgabe der Anteile verpflichtet ist. Eine solche Verpflichtung zur Herausgabe liegt i. d. R. vor, wenn zivilrechtlich zwischen dem Unternehmer und der natürlichen Person ein unentgeltlicher Auftrag oder ein entgeltlicher Geschäftsbesorgungsvertrag besteht (Bezug: § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG; § 1 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. a GrEStG a. F.; § 662, § 667, § 675 BGB).

Praxishinweise

Gehört zum Vermögen einer Gesellscha...