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BBK Nr. 9 vom Fach 21 Seite 1559

Grundlagen des Fixkostenabbaus

von Dr. Georg Oecking, Dortmund

I. Begriff und Erscheinungsformen des Fixkostenabbaus

Oecking, Georg

Grundlegendes Definitionsmerkmal fixer Kosten ist, daß sie nicht automatisch mit der Ausbringungsmenge variieren. In Vollbeschäftigungszeiten mit hohen Absatzzahlen bedeutet dies einen relativ hohen Gewinn, da die Fixkosten bei gleichbleibenden Kapazitäten konstant bleiben. In der Rezession bzw. im Abschwung wirkt sich dies zum Nachteil aus, da Fixkosten weiterhin anfallen, obwohl die Kapazitäten nicht ausgelastet. werden. Es entstehen ungenutzte Leerkosten, die den Gewinn schmälern. Zugleich wird durch die mit den Fixkostenpotentialen zusammenhängende Kapitalbindung verhindert, daß die Unternehmung in andere Bereiche investieren kann. Sie wird gegenüber Marktveränderungen relativ unflexibel. Auf den steigenden Kostendruck kann ein Unternehmen durch Fixkostenmanagement auf zwei verschiedene Weisen reagieren: durch Auslastung der Potentialfaktoren oder durch Fixkostenabbau. Auslastung heißt in diesem Zusammenhang, daß die Unternehmung die Produktion eines bereits existierenden Guts forciert, z. B. indem durch verstärkten Einsatz von Marketinginstrumenten höhere Verkaufszahlen erreic...