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Steuern mobil Nr. 2 vom

Track 09 | Körperschaftsteuer: Angemessener (fremdüblicher) Zinssatz für ungesicherte Konzerndarlehen

Für die Ermittlung fremdüblicher Darlehenszinssätze ist laut BFH vor Anwendung der Kostenaufschlagsmethode zu prüfen, ob die Vergleichswerte mithilfe der Preisvergleichsmethode ermittelt werden können. Das gilt auch für ungesicherte Konzerndarlehen und unabhängig davon, ob die Darlehen von der Muttergesellschaft oder von einer als Finanzierungsgesellschaft fungierenden anderen Konzerngesellschaft gewährt worden sind.

Auch bei der nächsten Entscheidung des Bundesfinanzhofs geht es um Darlehen. Konkret darum: Wie hoch darf der Zins für ein Konzerndarlehen sein? – Der I. Senat des BFH hat jüngst diese für die Unternehmensbesteuerung sehr wichtige Frage beantwortet. Er stellt klar: Es ist vorrangig die Preisvergleichsmethode anzuwenden. Die Kostenaufschlagsmethode kommt nur hilfsweise ausnahmsweise in Betracht, wenn überhaupt keine vergleichbaren Marktzinssätze feststellbar sind. Das dürfte aber in der Praxis kaum vorkommen.

Sie kennen den Hintergrund: Die Höhe des Zinses, für den ein Konzernunternehmen einem anderen Konzernunternehmen ein Darlehen gewährt, kann als Mittel dienen, Gewinne künstlich von dem einen Unternehmen auf das andere zu verlagern. In g...