Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
Finanzgericht Düsseldorf  Urteil v. - 2 K 2104/19 E

Gesetze: EStG § 2 Abs. 1 Satz 1; EStG § 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1; AO § 174

Zurechnung von Einkünften aus Gewerbebetrieb – Formale Gewerbeanmeldung auf Angehörigen – Inhaberschaft von Unternehmensinitiative und -risiko – Verwertung eines Geständnisses im Strafverfahren

Leitsatz

1. Die Einkünfte aus dem Betrieb eines Interneterotikdienstleistungsgewerbes sind ungeachtet dessen Anmeldung auf die zu diesem Zeitpunkt über 80jährige Mutter des Steuerpflichtigen und der Nutzung von auf deren Namen eingerichteten, aber der Verfügungsberechtigung des Steuerpflichtigen unterliegenden Bankkonten für die Vereinnahmung der Erträge sowie die Abwicklung betrieblicher Aufwendungen diesem persönlich als Betriebsinhaber zuzurechnen, wenn er allein Unternehmensinitiative entfaltet und das Unternehmensrisiko getragen hat.

2. Das Finanzgericht kann seine Überzeugung auf das die Inhaberschaft des Unternehmens bestätigende Geständnis des Steuerpflichtigen im Strafverfahren stützen, wenn dieser im finanzgerichtlichen Verfahren nicht substantiiert darlegt und unter Beweis stellt, weshalb sein Geständnis zu Unrecht abgelegt worden ist.

3. Die Erfassung der Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb in den Einkommensteuerveranlagungen der als Strohfrau fungierenden Mutter des Steuerpflichtigen steht der Besteuerung der Einkünfte gegenüber dem tatsächlichen Betriebsinhaber nicht entgegen.

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Gerichtsentscheidungen:

Fundstelle(n):
FAAAI-59374

In den folgenden Produkten ist das Dokument enthalten:

Kiehl Büroberufe
Kiehl Die Steuerfachangestellten Plus
NWB Lohn, Deklaration & Buchhaltung
Wählen Sie das für Ihre Bedürfnisse passende NWB-Paket und testen Sie dieses kostenfrei
Jetzt testen