Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
FG Baden-Württemberg Beschluss v. - 14 V 12/03

Gesetze: AO § 8, EStG § 1 Abs. 1 S. 1, AStG § 7, AStG § 10, AStG § 18, FGO § 69 Abs. 2 S. 2, FGO § 69 Abs. 3 S. 3

Wohnsitz im Inland oder in der Schweiz

Feststellungsbescheid nach § 18 AStG als Grundlagenbescheid für die Einkommensteuer

Vollziehung des Steuerbescheids als unbillige Härte bei Bezug von Arbeitslosengeld

(Einkommensteuer 1998 Umsatzsteuer 1996–1998)

Leitsatz

1. Es bestehen keine ernstlichen Zweifel am Bestehen eines Wohnsitzes im Inland und der unbeschränkten Steuerpflicht des Antragstellers, wenn dieser im Streitjahr noch nicht über die erforderliche ausländerrechtliche Aufenthaltsbefugnis in der Schweiz verfügte, es sich zudem bei der behaupteten Dienstwohnung in der Schweiz um einen 18 qm großen Büroraum in einem reinen Bürohaus handelt, die Aufgabe der Wohnung im Inland und die Abmeldung erst nach dem Streitjahr erfolgt sind, und auch noch nach dem Streitjahr die Post des Schweizer Arbeitgebers an die Adresse im Inland geschickt wurde.

2. Die Hinzurechnung nach §§ 7 ff. AStG ist nicht Gegenstand des Einkommensteuerbescheids als Folgebescheid, sondern des Feststellungsbescheids nach § 18 AStG als Grundlagenbescheid.

3. Eine unbillige Härte als Voraussetzung für die Aussetzung der Vollziehung ist nicht schon allein wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld durch den Antragsteller zu bejahen. Das gilt jedenfalls dann, wenn er im Streitjahr und den Vorjahren über nicht unerhebliche Einkünfte verfügt und seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht lückenlos aufgezeigt hat.

Fundstelle(n):
FAAAB-19912

In den folgenden Produkten ist das Dokument enthalten:

Kiehl Büroberufe
Kiehl Die Steuerfachangestellten Plus
NWB Lohn, Deklaration & Buchhaltung
Wählen Sie das für Ihre Bedürfnisse passende NWB-Paket und testen Sie dieses kostenfrei
Jetzt testen