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PiR Nr. 12 vom Seite 388

Die Neubewertung des Aufwands für Rückbauverpflichtungen

WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, Freiburg

I. Problematik

Mit dem Betrieb einer gemieteten Anlage oder der Nutzung von Räumlichkeiten ist häufig die Verpflichtung zur Wiederherstellung des Zustands vor Nutzungsbeginn verbunden (z. B. Abbruch von Mietereinbauten). Das Erfordernis eines Bilanzansatzes für diese Rückbaukosten ist sowohl nach IFRS als auch nach HGB/EStG dem Grunde nach unstreitig. Es handelte sich um eine ungewisse Schuld i. S. des § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB bzw. eine provision nach IAS 37.14.

II. Bilanzielle Abbildung dem Grunde nach

Zur bilanziellen Abbildung dieser Verpflichtung stehen zwei Varianten zur Verfügung:

  • Nach HGB/EStG: Anteilige Ansammlung der Entsorgungskosten als Verbindlichkeitsrückstellung nach Maßgabe der Nutzungsdauer der Anlage bzw. der Räumlichkeit .

    Buchung: Per Aufwand an Rückstellung

  • Nach IFRS: Erfassung der Rückbaukosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des genutzten Vermögenswerts.

    Buchung: Per Anschaffungs-/Herstellungskosten an Rückstellung.

Zur Berechnung der Rückstellung werden benötigt:

  • Höhe der Rückbaukosten im Zeitpunkt der Erfüllung;

  • Abzinsungssatz;

  • Nutzungsdauer des Vermögenswerts bzw. deren Änderung.

Die letztgenannte Thematik (Nutzung...

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