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Mandantenbindung ist (nur) „Chefsache“?

RENO Nr. 12 vom 10.12.2015 Seite 21
Dipl.-Rpfl. Sylvia Wipperfürth, LL.M. (com.); Alsdorf

In einer Kanzlei/einem Notariat ist die Bandbreite der Möglichkeiten, Mandanten neu zu gewinnen und diese zu „binden“, überschaubar. Dauermandate sind eher der Ausnahmefall, neue Mandanten werden in einer ganz überwiegenden Zahl über Empfehlungen gewonnen. Eine Empfehlung bzw. ein Folgemandat wird ausgesprochen, wenn der Mandant zufrieden ist. Aber reicht zum Erreichen des Zufriedenheitsstatus eine erstklassige Beratung durch den/die Notar/in oder den/die Rechtsanwalt/Rechtsanwältin aus? Ist Mandantenbindung tatsächlich nur „Chefsache“? Wie wichtig die Rolle jedes Einzelnen in diesem Zusammenhang ist, soll der zweiteilige Beitrag aufzeigen.

Mandantenbindung ist Teamarbeit

Jede noch so gute Beratung verliert an Wert, wenn der Gesamteindruck nicht stimmt.

Der Prozess wird im Sinne des Mandanten gewonnen, ein außergerichtlicher Vergleich übertrifft im Ergebnis die vom Mandanten erwarteten Zielvorgaben oder eine notarielle Beurkundung erfolgt reibungs- und problemlos. Dies alles wird nur gering geschätzt werden, wenn zuvor der Kaffee abgestanden und kalt war, das Empfangssekretariat den Mandanten nur durch im Übrigen unkommentierten Fingerzeig in den Wa...

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