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ECC und MIH: Gefahr für die Kinderzähne

ZFA Nr. 3 vom 15.03.2020 Seite 2
Oberstudienrätin Ute Springer; Stuttgart

Nach wie vor kommen immer wieder Kinder – inzwischen ­häufig aus Zuwandererfamilien – in die Zahnarztpraxis, deren Milchzähne in einem sehr schlechten Zustand sind. Sie haben kariöse, abgefaulte oder fehlende Zähne. Der Zahnarzt spricht von Early Childhood Caries (ECC). ECC ist aber kein Problem, das nur in Entwicklungsländern auftritt, sondern ebenso in Industrieländern wie Deutschland. Zunehmend werden in den Zahnarztpraxen nun auch Kinder vorgestellt, bei denen die Sechs-Jahr-Molaren und/oder bleibende Schneidezähne auffällige Hypomineralisations­defekte aufweisen. Im Volksmund werden diese Molaren-Inzi­siven-Hypomineralisationen (MIH) „Kreidezähne“ genannt.

Early Childhood Caries (ECC) – eine der am häufigsten auftretenden chronischen Erkrankungen im Kindesalter

Die frühkindliche Karies ECC ist eine Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter, also bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr, bei denen mindestens ein Zahn eine Dentinkaries aufweist bzw. wegen Karies gefüllt oder extrahiert wurde.

Während die Kariesprophylaxe im bleibenden Gebiss bei Kindern sehr erfolgreich ist, haben 14 % der Kinder im Alter von 3 Jahren kariöse Defekte im Milchgebiss. Rechnet man die Initialkaries (Anfangs...

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