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NWB Nr. 30 vom Seite 2115

Sozial(versicherungs)rechtliche Beratung als Gegenstand des Steuerberatungsvertrags

Keine Beratung ohne Wissen über fließende Grenzen zur unerlaubten Rechtsdienstleistung

Dr. Wolfgang Leibner, Raik Brete und Beatrice Koobs

Sozial(versicherungs)rechtliche Fragestellungen haben in der täglichen Beratungspraxis von Steuerberatern in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, typischerweise im Rahmen der Fertigung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen im Dauermandat. Besonders in den Fokus sind dabei – auch aus Haftungsgründen – zwei Themenkreise gerückt: die Scheinselbständigkeit von sog. freien Mitarbeitern sowie die Sozialversicherungspflicht von (nicht beherrschenden) Gesellschafter-Geschäftsführern. Für den Steuerberater liegt die Herausforderung hierbei vor allem darin, dass er einerseits die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung zutreffend vornehmen soll und muss. Andererseits sind die Grenzen zur unerlaubten Rechtsdienstleistung fließend, was in der Beratungspraxis nach wie vor für Unsicherheiten sorgt. Der Beitrag beleuchtet das „sozialversicherungsrechtliche Mandat“ des Steuerberaters näher und gibt Orientierungshilfen.

Arbeitshilfe:

In der NWB Datenbank (Login über www.nwb.de) finden Sie unter NWB FAAAE-35338 die Checkliste „Merkmale einerScheinselbständigkeit“.

I. Sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen

[i]Staat handelt durch SV-Träger auf Antrag oder von Amts wegenDas ...