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PiR Nr. 4 vom Seite 132

Bedeutung der Zeitkongruenz für aktive latente Steuern

Dr. Jens Freiberg

I. Einführung

Für künftige, deshalb latente Steuerwirkungen (deferred tax) ist ein Bilanzansatz als Vermögenswert oder Schuld geboten. Die Erfassung eines Steuerlatenzpostens ist Folge einer stichtagsbezogenen Gegenüberstellung von IFRS-Wertansatz und korrespondierendem Steuerwert (tax base) eines Bilanzierungsobjekts. Wird zum Stichtag eine (temporäre) Differenz festgestellt, ist in Abhängigkeit von dem Vorzeichen entweder eine aktive/abzugsfähige (deductible) oder passive/zu versteuernde (taxable) Steuerlatenz zu erfassen.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen ist – explizite Ausnahmen für den erstmaligen Ansatz (initial differences) ausgeklammert – eine latente Steuerschuld zu passivieren (IAS 12.15). Eine Ansatzpflicht für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen setzt die wahrscheinliche Erzielung zukünftig zu versteuernder Ergebnisse voraus, gegen welche eine Möglichkeit zur Verrechnung besteht (IAS 12.24). Entsprechende Vorgaben gelten auch für latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen und Steuergutschriften (IAS 12.34/35). Besondere Bedeutung für den Nachweis des Ansatzes aktiver latenter St...

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