Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
StuB Nr. 18 vom Seite 694

Reformbedarf des Maßgeblichkeitsprinzips

Quo vadis, Maßgeblichkeit?

StB Dr. Matthias Hiller, Matthias Baschnagel, M.Sc. und Meik Eichholz, M.Sc.

Aktuell ergibt sich eine sehr ambivalente Bestandsaufnahme im Hinblick auf das Maßgeblichkeitsprinzip. So sind auf der einen Seite durch die aktuellen steuerlichen Entwicklungen Ansätze erkennbar, die das Maßgeblichkeitsprinzip weiter schwächen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch ebenfalls Entwicklungen, die eine Stärkung des Maßgeblichkeitsprinzips zur Folge haben. Vor dem Hintergrund der systematischen Einordnung des Maßgeblichkeitsprinzips erörtert der vorliegende Beitrag die Frage „Quo vadis, Maßgeblichkeit?“.

Maßgeblichkeitsgrundsatz, infoCenter NWB JAAAB-05370

Kernfragen
  • Wohin geht der Trend im Verhältnis zwischen der Handels- und der Steuerbilanz?

  • Was erschwert die Erkennbarkeit zukünftiger Trends?

  • Welche Alternativen gäbe es zum Maßgeblichkeitsprinzip?

I. Einleitung

[i]Weber-Grellet, Zur Abschaffung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes, StuB 14/2002 S. 700 NWB ZAAAB-61713 Künkele/Zwirner, Maßgeblichkeit bei der steuerlichen Rückstellungsbewertung, StuB 12/2013 S. 439 NWB LAAAE-38920 Hoffmann, Hin und her bei der Maßgeblichkeit, StuB 22/2012 S. 849 NWB BAAAE-22420 Hoffmann, Gibt es eine Maßgeblichkeit?, StuB 17/2015 S. 649 NWB XAAAF-01396 Scheffler, Neuinterpretation des Maßgeblichkeitsprinzips, StuB 8/2010 S. 295 NWB GAAAD-41102 „Ein wesentliches Kennzeichen des deutschen Bilanzrechtes ist, dass die Bilanzierung und Bewertung in der Steuerbilanz auf der Handelsbilanz aufbauen“. Das Abstellen der Steuer- auf die Handelsbilanz wird über das Maßgeblichkeitsprinzip (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG) erreicht. Gem. diesem Prinzip wird beim steue...