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NWB Nr. 28 vom Seite 2038

Neue Finanz- und Krypto-Geschäftsmodelle im Fokus der Finanzaufsicht

FinTechs und ICOs zwischen Disruption und Rechtstreue

Dr. Boris Jan Schiemzik und Gregor Kübler

Quantensprünge in der Digitalisierung werden von jungen Unternehmen genutzt, um bewährte Geschäftsmodelle von internationalen Konzernen und mittelständischen Unternehmen anzugreifen. Die Auswirkungen der digitalen Entwicklung in der Banken- und Finanzbranche lassen sich aus heutiger Perspektive in zwei Evolutionsstufen unterteilen. Unter dem Schlagwort „FinTech“ wird auf der ersten Stufe der Ausbau des klassischen Bank- und Finanzsektors auf Grundlage innovativer onlinebasierter Informationstechnologie verstanden. Auf der zweiten Stufe kann unter der Überschrift „Kryptoökonomie“ eine weitergehende Entwicklung hin zu dezentralen onlinebasierten Transaktionssystemen beobachtet werden. Diese meist auf einer Blockchain basierten Systeme versuchen ohne ineffiziente Intermediäre auszukommen, auf die unser Wirtschaftssystem bisher noch zwingend angewiesen ist. Die Entwicklungen in der Kryptoindustrie mündeten zuletzt in einer Popularität einer Art von digitalen Börsengängen, welche jungen Unternehmen eine Frühphasenfinanzierung ihrer Projekte ermöglicht. Bezeichnet werden diese neuartigen virtuellen Finanzierungsverfahren als Initial Coin Offerings, kurz „ICOs“. Dieser Beitrag vermittelt ...